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Implantation eines künstlichen Hüftgelenkes ist die Standardtherapie bei Hüftgelenksarthrose. Sie soll nur dann durchgeführt werden wenn die Arthrose Schmerzen verursacht die mit anderen konservativen Mitteln nicht lindern und wenn sie die täglichen Aktivitäten des Patienten beeinträchtigt. Bei der Operation wird der Gelenkkopf am Oberschenkel entfernt und der verbleibende Knochen, wo der Hüftkopf eingesetzt wird, mit einer Raspel vorbereitet. Danach ersetzt man das zerstörte Gelenk durch ein künstliches mit einer ähnlichen Form und Funktion. Bei diesem chirurgischen Verfahren muss der Patient verschiedene Tage im Krankenhaus bleiben um mögliche Komplikationen zu überwachen. Die Operation kann in Vollnarkose durchgeführt werden, aber normalerweise kommt einen Spinalanästhesie zum Einsatz. Dabei wird ein Betäubungsmittel in den Rücken eingespritzt und die Beine werden komplett betäubt; der Patient bleibt wach oder leicht betäubt. Etwa 48 Stunden nach dem Eingriff werden die Drainagekatheter entfernt, die eventuell während der Operation eingeführt worden sind. Danach darf der Patient mit den Gehübungen beginnen, manchmal mit Hilfe von einem oder zwei Gehstöcken, um das operierte Bein teilweise zu entlasten, um den Schmerz zu lindern und um dem Patient zu helfen sich an die neue Prothese zu gewöhnen. Nach dem Aufenthalt im Krankenhaus, bei sich zu Hause, muss er täglich mit niedrigmolekularem Heparin, während Minimum einem Monat, behandelt werden. Dazu werden ihm auch Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente verschrieben. Die Nähte und Klammern werden etwa 2 bis 3 Wochen nach der Operation entfernt. Im Allgemeinen dauert der Schmerz etwa 3 bis 4 Wochen nach dem Eingriff und die Beschwerden, die mit oralen Schmerzmitteln gelindert werden, dauern etwas länger. Der Patient dem eine Prothese eingesetzt wird muss wissen, dass diese künstliche Prothese sich mit der Zeit abnutzt und dass mehrere Jahre nach dem ersten Eingriff eventuell eine zweite Operation durchgeführt werden muss. Es gibt verschiedene Hüftgelenksprothesen: einige werden mit Zement verankert und andere ohne, und außerdem kann das Material der Prothese aus Kunststoff, Metall oder Keramik sein. Der Chirurg wird entscheiden welche Prothese und welches Material sich am besten eignen, und dies hängt sowohl von den Eigenschaften des Patienten und des Knochens ab, als auch von den Gewohnheiten des Chirurgen. In diesem Fall wird eine Prothese mit dem zementierten Oberschenkelanteil implantiert, einen Keramik-Hüftkopf, und eine Hüpftpfanne mit einer Oberfläche aus Kunststoff. |